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Nachhaltigkeit und Wasser
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Einleitung

Wasserforschung für Mensch, Natur und Wirtschaft

Wasser ist die Voraussetzung für jedes Leben. Ob in der Landwirtschaft, in der Industrie oder im Haushalt: Die Ressource spielt im Alltag der Menschen und in der Wirtschaft eine entscheidende Rolle. Der bewusste Umgang mit Wasser stellt deshalb eine zentrale Säule der nachhaltigen Entwicklung dar – und ist gerade durch Klimawandel, Bevölkerungswachstum und Trinkwassermangel eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.

Die Förderung von Wasserforschung und -technologien hat entscheidend dazu beigetragen, dass die deutsche Wasserwirtschaft und die deutschen Forschungsinstitutionen bei der Entwicklung zukunftsorientierter Lösungen, die weltweit zum Erhalt und Schutz der Wasserressourcen beitragen, international bekannt und anerkannt sind.

Forschung für Nachhaltigkeit und „Hightech-Strategie“ bilden den Programmrahmen

Mit dem Rahmenprogramm „Forschung für nachhaltige Entwicklungen“ (FONA) und der „Hightech-Strategie“ der Bundesregierung trägt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) insbesondere im Wasserbereich den heimischen und weltweiten Herausforderungen Rechnung. Die Forschung für eine nachhaltige Wasserwirtschaft steht dabei weiterhin im Fokus. Die Themenfelder des entsprechenden Förderschwerpunkts „Nachhaltiges Wassermanagement“ (NaWaM) reichen von Konzepten des kostenbewussten Wirtschaftens und neuen Methoden des Flussgebiets- und Hochwassermanagements über innovative Technologieansätze zum Trinkwasserschutz sowie zur Ver- und Entsorgung bis hin zu Programmen für den internationalen Wissenstransfer. Die Wasserforschung erlebt – wie die gesamte Umwelttechnik — seit einigen Jahren einen Paradigmenwechsel. Während in der Vergangenheit die Reaktion auf Probleme und die Entwicklung nachgeschalteter („End-of-Pipe“) Technologien im Mittelpunkt stand, liegt der Schwerpunkt von Forschung und Technologie nun auf zukunftsorientierter Aktion und der Erarbeitung integrierter interdisziplinärer Problemlösungsstrategien. Sowohl das Programm „FONA“ als auch die „Hightech-Strategie“ entstanden deshalb in enger Abstimmung mit allen gesellschaftlichen Gruppen, den relevanten Bundesressorts sowie weiteren nationalen und internationalen Institutionen.

Auf dem Weg zu einem europäischen Forschungsraum

Um die Forschungsförderung im europäischen Raum zu intensivieren, werden multilaterale Initiativen auf Europäischer Ebene unterstützt. Ziel ist es, einen international wettbewerbsfähigen europäischen Forschungs- und Technologieraum zu schaffen. So sind beispielsweise in den Bereichen Integriertes Flussgebietsmanagement sowie Hochwasserschutz und -vorsorge das BMBF und seine Projektträger in die von der EU geförderten ERA-NETs (European Research Area-Networks) eingebunden. Durch diese Netzwerke gelingt es, die Forschungsförderung zu koordinieren und abgestimmte Konzepte für die zukünftige Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung und Technologie zu erarbeiten.

Grenzen der Fachdisziplinen überschreiten

Wasserforschung berührt die unterschiedlichsten Wissensgebiete und vereint vielfältige Ansätze und Ziele. Lösungen lassen sich in diesem breiten Forschungsfeld deshalb nur finden, wenn die Grenzen von Fachdisziplinen überschritten werden und der Dialog intensiviert wird. Wasseringenieure müssen mit Ökologen, Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaftlern zusammenarbeiten und zugleich die Anforderungen von Politik, Verwaltung und Nutzern im Auge haben.

Wasserwirtschaftliche Kompetenz durch Vernetzung

Zu den zentralen Zielen der „Hightech-Strategie“ unter Federführung des BMBF gehört es deshalb, alle wichtigen Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zu vernetzen und sie anzuregen, im Bereich Wasserwirtschaft gemeinsam neue Wege zu gehen. Gleichzeitig ist der Umweltschutz mit rund 1,8 Millionen Arbeitsplätzen ein wichtiger Beschäftigungsfaktor. Durch die Ausbildung des Nachwuchses im wissenschaftlichen Bereich und im Management internationaler Projekte trägt die Forschungsförderung an Universitäten, Forschungsinstituten, Großforschungszentren und der Industrie wesentlich dazu bei, die wasserwirtschaftliche Kompetenz zu erhalten sowie zu verstärken und damit Arbeitsplätze zu sichern.

Technik- und Wissenstransfer

Ein besonderes Anliegen des Bundesforschungsministeriums ist der Transfer von Wissen aus der Forschung und Entwicklung in die unternehmerische Praxis. Besondere Bedeutung kommt hierbei der Erschließung neuer Märkte zu. Gerade in der Zusammenarbeit mit Schwellen- und Entwicklungsländern kann ein erfolgreiches Management der Ressource Wasser neben kurzfristigen Lösungen für akute Herausforderungen auch langfristige wirkende Entwicklungen wie Fachkräftemangel und extreme klimatische Bedingungen berücksichtigen. Der Förderschwerpunkt Integriertes Wasserressourcen-Management (IWRM) im Rahmenprogramm Forschung für die Nachhaltigkeit unterstützt die effiziente Nutzung von Wasserressourcen in zahlreichen Partnerländern, insbesondere in Asien, im Nahen Osten sowie in Afrika. Um die Zukunftsfähigkeit von Projekten und Prozessen zu unterstützen, spielen Maßnahmen der Umweltbildung und des Capacity Buildings vor Ort eine wichtige Rolle.

International umsetzen

Viele Technologien haben sich hierzulande bereits in der Praxis bewährt. Nun gilt es, sie in andere Regionen zu übertragen und an die dortigen Gegebenheiten anzupassen. Dezentrale Ver- und Entsorgungskonzepte sowie neue Methoden der Wassergewinnung und -aufbereitung könnten auch in Schwellen- und Entwicklungsländern immer mehr Menschen den Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen. Für die Erschließung von Wasservorräten sind Planungsinstrumente notwendig, die bei einer bedarfsgerechten Steuerung des Verbrauchs helfen. Da extreme Wetterereignisse zunehmen, wird auch ein vorausschauendes Hochwassermanagement weltweit immer wichtiger. Klimatische Unterschiede, die Zusammensetzung der Abwässer und eine oftmals fehlende Infrastruktur stellen die Projektverantwortlichen dabei ebenso vor neue Herausforderungen, wie kulturelle Eigenheiten oder mangelndes Fachpersonal.

Ein Überblick

Die vorliegende Broschüre stellt abgeschlossene und laufende Beispiele der BMBF-Förderung dar und vermittelt, wie eine nachhaltige Entwicklung durch Forschungsimpulse vorangebracht werden kann. Mit den Schwerpunkten „Ökologie“, „Technologie“ sowie „Ökonomie und Bildung“ gibt sie einen Einblick in die Vielzahl von Ideen und Leistungen, die deutsche Hochschulen und Institute zusammen mit der Wirtschaft und ausländischen Partnern hervorgebracht und umgesetzt haben.

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Water as a resource
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Wasserforschung für Mensch, Natur und Wirtschaft

Wasser ist die Voraussetzung für jedes Leben. Ob in der Landwirtschaft, in der Industrie oder im Haushalt: Die Ressource spielt im Alltag der Menschen und in der Wirtschaft eine entscheidende Rolle. Der bewusste Umgang mit Wasser stellt deshalb eine zentrale Säule der nachhaltigen Entwicklung dar – und ist gerade durch Klimawandel, Bevölkerungswachstum und Trinkwassermangel eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.

Die Förderung von Wasserforschung und -technologien hat entscheidend dazu beigetragen, dass die deutsche Wasserwirtschaft und die deutschen Forschungsinstitutionen bei der Entwicklung zukunftsorientierter Lösungen, die weltweit zum Erhalt und Schutz der Wasserressourcen beitragen, international bekannt und anerkannt sind.

Forschung für Nachhaltigkeit und „Hightech-Strategie“ bilden den Programmrahmen

Mit dem Rahmenprogramm „Forschung für nachhaltige Entwicklungen“ (FONA) und der „Hightech-Strategie“ der Bundesregierung trägt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) insbesondere im Wasserbereich den heimischen und weltweiten Herausforderungen Rechnung. Die Forschung für eine nachhaltige Wasserwirtschaft steht dabei weiterhin im Fokus. Die Themenfelder des entsprechenden Förderschwerpunkts „Nachhaltiges Wassermanagement“ (NaWaM) reichen von Konzepten des kostenbewussten Wirtschaftens und neuen Methoden des Flussgebiets- und Hochwassermanagements über innovative Technologieansätze zum Trinkwasserschutz sowie zur Ver- und Entsorgung bis hin zu Programmen für den internationalen Wissenstransfer. Die Wasserforschung erlebt – wie die gesamte Umwelttechnik — seit einigen Jahren einen Paradigmenwechsel. Während in der Vergangenheit die Reaktion auf Probleme und die Entwicklung nachgeschalteter („End-of-Pipe“) Technologien im Mittelpunkt stand, liegt der Schwerpunkt von Forschung und Technologie nun auf zukunftsorientierter Aktion und der Erarbeitung integrierter interdisziplinärer Problemlösungsstrategien. Sowohl das Programm „FONA“ als auch die „Hightech-Strategie“ entstanden deshalb in enger Abstimmung mit allen gesellschaftlichen Gruppen, den relevanten Bundesressorts sowie weiteren nationalen und internationalen Institutionen.

Auf dem Weg zu einem europäischen Forschungsraum

Um die Forschungsförderung im europäischen Raum zu intensivieren, werden multilaterale Initiativen auf Europäischer Ebene unterstützt. Ziel ist es, einen international wettbewerbsfähigen europäischen Forschungs- und Technologieraum zu schaffen. So sind beispielsweise in den Bereichen Integriertes Flussgebietsmanagement sowie Hochwasserschutz und -vorsorge das BMBF und seine Projektträger in die von der EU geförderten ERA-NETs (European Research Area-Networks) eingebunden. Durch diese Netzwerke gelingt es, die Forschungsförderung zu koordinieren und abgestimmte Konzepte für die zukünftige Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung und Technologie zu erarbeiten.

Grenzen der Fachdisziplinen überschreiten

Wasserforschung berührt die unterschiedlichsten Wissensgebiete und vereint vielfältige Ansätze und Ziele. Lösungen lassen sich in diesem breiten Forschungsfeld deshalb nur finden, wenn die Grenzen von Fachdisziplinen überschritten werden und der Dialog intensiviert wird. Wasseringenieure müssen mit Ökologen, Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaftlern zusammenarbeiten und zugleich die Anforderungen von Politik, Verwaltung und Nutzern im Auge haben.

Wasserwirtschaftliche Kompetenz durch Vernetzung

Zu den zentralen Zielen der „Hightech-Strategie“ unter Federführung des BMBF gehört es deshalb, alle wichtigen Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zu vernetzen und sie anzuregen, im Bereich Wasserwirtschaft gemeinsam neue Wege zu gehen. Gleichzeitig ist der Umweltschutz mit rund 1,8 Millionen Arbeitsplätzen ein wichtiger Beschäftigungsfaktor. Durch die Ausbildung des Nachwuchses im wissenschaftlichen Bereich und im Management internationaler Projekte trägt die Forschungsförderung an Universitäten, Forschungsinstituten, Großforschungszentren und der Industrie wesentlich dazu bei, die wasserwirtschaftliche Kompetenz zu erhalten sowie zu verstärken und damit Arbeitsplätze zu sichern.

Technik- und Wissenstransfer

Ein besonderes Anliegen des Bundesforschungsministeriums ist der Transfer von Wissen aus der Forschung und Entwicklung in die unternehmerische Praxis. Besondere Bedeutung kommt hierbei der Erschließung neuer Märkte zu. Gerade in der Zusammenarbeit mit Schwellen- und Entwicklungsländern kann ein erfolgreiches Management der Ressource Wasser neben kurzfristigen Lösungen für akute Herausforderungen auch langfristige wirkende Entwicklungen wie Fachkräftemangel und extreme klimatische Bedingungen berücksichtigen. Der Förderschwerpunkt Integriertes Wasserressourcen-Management (IWRM) im Rahmenprogramm Forschung für die Nachhaltigkeit unterstützt die effiziente Nutzung von Wasserressourcen in zahlreichen Partnerländern, insbesondere in Asien, im Nahen Osten sowie in Afrika. Um die Zukunftsfähigkeit von Projekten und Prozessen zu unterstützen, spielen Maßnahmen der Umweltbildung und des Capacity Buildings vor Ort eine wichtige Rolle.

International umsetzen

Viele Technologien haben sich hierzulande bereits in der Praxis bewährt. Nun gilt es, sie in andere Regionen zu übertragen und an die dortigen Gegebenheiten anzupassen. Dezentrale Ver- und Entsorgungskonzepte sowie neue Methoden der Wassergewinnung und -aufbereitung könnten auch in Schwellen- und Entwicklungsländern immer mehr Menschen den Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen. Für die Erschließung von Wasservorräten sind Planungsinstrumente notwendig, die bei einer bedarfsgerechten Steuerung des Verbrauchs helfen. Da extreme Wetterereignisse zunehmen, wird auch ein vorausschauendes Hochwassermanagement weltweit immer wichtiger. Klimatische Unterschiede, die Zusammensetzung der Abwässer und eine oftmals fehlende Infrastruktur stellen die Projektverantwortlichen dabei ebenso vor neue Herausforderungen, wie kulturelle Eigenheiten oder mangelndes Fachpersonal.

Ein Überblick

Die vorliegende Broschüre stellt abgeschlossene und laufende Beispiele der BMBF-Förderung dar und vermittelt, wie eine nachhaltige Entwicklung durch Forschungsimpulse vorangebracht werden kann. Mit den Schwerpunkten „Ökologie“, „Technologie“ sowie „Ökonomie und Bildung“ gibt sie einen Einblick in die Vielzahl von Ideen und Leistungen, die deutsche Hochschulen und Institute zusammen mit der Wirtschaft und ausländischen Partnern hervorgebracht und umgesetzt haben.